Automatisierungsvorhaben Mähklingenfertigung

Anfang der 1980er Jahre wurde im Stammbetrieb des Werkzeugkombinats Schmalkalden eine sehr fortschrittliche automatisierte Fertigungslinie für gezahnte dreieckige Mähdrescher-Klingen in Betrieb genommen. Sie hatte eine Kapazität von mehreren 10.000 Klingen pro Tag und wurde in der sogenannten „rollenden Woche“ betrieben – d. h. dreischichtig und unter Einbeziehung der Wochenenden. Um Arbeitskräfte für dieses im Werkzeugkombinat einmalige System zu gewinnen, wurden für damalige Verhältnisse sehr großzügige Zuschläge gezahlt.

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VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden (Stammbetrieb) und Montanwerke Walter Tübingen: Eine deutsch-deutsche Kooperation im Jahre 1989

Einleitung

Der vorliegende Bericht befasstsich mit der Vorbereitung und dem Inhalt einer zu Unrecht weitgehend in Vergessenheit geratenen Industriekooperation zwischen einem volkseigenen DDR-Kombinat und einem mittelständischen privaten Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Bericht beruht sowohl auf Dokumenten als auch auf privaten Erinnerungen des Verfassers, der neben wenigen anderen Mitarbeitern des Werkzeugkombinats und der DDR-Außenhandelsorgane in die Aktivitäten dieser Industriekooperation einbezogen war. Wie in der DDR üblich, unterlagen alle Aktivitäten einer strengen Geheimhaltung sowohl im Kollegenkreis als auch gegenüber der DDR-Öffentlichkeit.

Die Grundlagen für diese Kooperation wurden bereits zu Beginn des Jahres 1989 gelegt, erstmals durfte die Presse der DDR nach einem Jahr, Anfang 1990 darüber berichten.

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50 Jahre WKS – Teil 1: Gründung und Entwicklung

In diesem Jahr (2020) jährt sich die Gründung des VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden (WKS) zum 50. Mal. Das WKS war von 1969 bis 1990 das strukturbestimmende Unternehmen in der Region und der größte Arbeitgeber. Allein der Stammbetrieb Schmalkalden beschäftigte ca.4500 Arbeitnehmer. Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen vollbrachten die Arbeiter und Angestellten im Kombinat große Leistungen in der Erzeugnis- und Verfahrensentwicklung sowie in der Produktion.

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50 Jahre WKS – Teil 2: Die Kombinatsbetriebe

Im Jahre der Gründung hatte der VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden 15 Kombinatsbetriebe. Diese Zahl erhöhte sich 1974/75 durch Zuordnung vieler kleiner VEB, die 1972 durch Verstaatlichung von Produktionsgenossenschaften des Handwerks und weiterer Privatbetriebe auf 26. Die meisten dieser kleinen VEB wurden 1976 dem Stammbetrieb und anderen Kombinatsbetrieben zugeordnet.

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50 Jahre WKS – Teil 3: Organisation und Grundlagen der Forschung

Mit der Gründung des VEB Werkzeugkombinat Schmalkalden (WKS) 1969 wurden auch die bisherigen Entwicklungskapazitäten der Kombinatsbetriebe zusammengefasst und neu geordnet. Bis dahin wurde die Forschung und Entwicklung im Wesentlichen in den Konstruktions- und technologischen Abteilungen mit realisiert.

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50 Jahre WKS – Teil 4: DAS FORSCHUNGSZENTRUM DER WERKZEUGINDUSTRIE (FZWI)

„In Auswertung der Beschlüsse des IX. Parteitages der SED“ -so der damalige offizielle Sprachgebrauch, wo nochmals die „entscheidende Rolle von Wissenschaft und Technik“ betont wurde, und auf der Grundlage der Konzeption zur prinzipiellen Verbesserung des gesamten Prozesses von Wissenschaft und Technik im VEB WKS vom 17.4.1977 kam es im WKS zur Bildung eines selbständigen Forschungszentrums, in das ein Teil der bereits vorhandenen Forschungs- und Entwicklungskapazität einging. Die Gründung des Forschungszentrums (FZWI) erfolgte mit Wirkung vom 1.1.1978 auf der Grundlage der Weisung g 5/78 vom 17.1.1978 mit zunächst ca.60 VBE (Vollbeschäftigteneinheiten).

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